Der neugekaufte Rechner von meiner Frau ist mit Vista Home Premium ausgeliefert. Obwohl ich als Systementwickler einen gewissen Einblick in OS Architektur besitze und ich von NT4.0 über Windows 2000 bis hin zu Windows XP vom Kernel bis zur Registry Administriere, genauso wie ich Arbeitsplatzsysteme für ein Unternehmen mit 15.000 bis 35.000 Clients Entwickelt und in dritter Instands betreue bzw. betreut habe (nach mir kommt nur noch der Hersteller oder Micr0$oft selbst). Aber dieses System bringt mich selbst bei lapidaren Dingen einfach nur zur Weißglut. Meinen Berufskollegen geht es ausnahmslos ebenso. Bei mir privat wird daher das Betriebssystem, welches seit nunmehr 15 Jahren in verschiedenen Ausführungen aus dem Hause Micr0$oft kam, mit Windows VISTA diese "Tradition" nicht mehr fortführen. Wenn man vor der Aufgabe steht sich in einer neue OS-Umgebung einarbeiten zu müssen, und dabei die Wahl hat zwischen einem stark Reglementierten, andauernd nervenden und scheinbar stehts bevormundenden System, und einem freien, offenen und zugegebenermaßen sicher auch mit einer gewissen Affinität zum Basteln verbundenem OS, dann doch bitte letzteres, da weiß ich wenigstens was drauf ist. Gäbe es nicht das "Problem" Computer Spiele, wäre der Umstieg mittlerweile mehr als leicht. Inzwischen gehöre ich aber auch nicht mehr zu der Sorte Mensch, die 50 bis 55 Euro dafür ausgeben, um dann freiwillig den Beta-Tester für den Spiele-Hersteller zu geben. Seit der Verbreitung von Internet ist diese Unart schwer in Mode gekommen bei Neuerscheinungen, und mittlerweile knacken die "Patches" mit ihrem Datenvolumen locker die Gigabyte-Grenze, aber das ist ein anderes Thema. Ich werde wohl die nächste Zeit damit verbringen e-mails an Spiele-Hersteller zu schicken mit der Anfrage, ob oder wann es dafür eine Linux Version gibt, vieleicht fällt dann dort ja auf, das der Markt dafür da ist.
Ein Artikel der sehr gut beschreibt warum man Vista nicht kaufen sollte.
Original Link: http://web1.ms6.nl2.kolido.net/board/sh ... php?t=2881
----------------------------------------------------------------------------------
Warum man Vista (nicht) kaufen sollte!
Da bleibt einem der Mund offen stehen, wenn man sich das neue
Wunderbetriebssystem aus dem Hause Microsoft ansieht. Schick, schnell,
super! Mit Windows Vista ist dem weltweit größten Softwarehersteller
endgültig der große Durchbruch gelungen - Microsoft hat es geschafft!
Keine andere Firma kann sieben Jahre alte Technik zum sechsfachen des
marktüblichen Preises verkaufen und dem Kunden dabei ein Gefühl der
Zufriedenheit vermitteln. Doch Microsoft hat es geschafft!
Technik, die begeistert
Der NT-Kernel und das Dateisystem NTFS sind veraltet. Eingeführt 1993,
hat sich im Grunde kaum etwas geändert. Die sechs Jahre alte Version von
NTFS wurde sogar unverändert in Vista übernommen. Das muss man sich auf
der Zunge zergehen lassen. Ein Dateisystem, das so alt ist, dass es
defragmentiert werden muss. Viele wissen gar nicht mehr was das
überhaupt ist. Jedes moderne Dateisystem legt die Daten auf der
Festplatte so ab, dass es gar nicht erst fragmentiert. Egal - Microsoft
hat es geschafft!
Warum sollte sich Microsoft auch nach neuen Technologien oder Standards
richten? Sie erfinden einfach ihre eigenen. Wenn kümmert es, dass der
Internet-Explorer nicht einmal die gängigsten Web-Standards unterstützt?
Oder, dass Technologien wie EAX in einem Betriebssystem für Spiele nicht
unterstützt wird? Den Besitzern von hochwertigen X-Fi-Soundkarten fiel
die Kinnlade herunter und zertrümmerte die Schreibtischplatte, als
Microsoft verkündete, dass die Schnittstelle für 3D-Ton einfach entfernt
wurde. DTS-, DVD-Audio- und Dolby Digital-Unterstützung wurde ebenfalls
aus dem System gestrichen. Trotzdem - Microsoft hat es geschafft!
Its not a bug its a feature
Microsoft hat es geschafft, dass man zum Öffnen eines Textdokuments eine
Grafikkarte mit DirectX 9.0 und 256 MB Grafikkartenspeicher benötigt.
Zum einfachen Besuch im Internet genügen 2 GB Arbeitsspeicher sowie ein
2 GHz Prozessor. Wahrscheinlich haben sich einige Mitarbeiter der
Geheimdienste über die langsamen Rechner beschwert, die sie
ausspionieren müssen. Hey, auch Beamte haben Rechte.
Microsoft hat Recht behalten. Windows Vista ist schneller geworden. Nun,
das liegt vor allem daran, dass es 2001 noch keine Vierkern-Prozessoren
und 1-GHz-Speicherriegel gab. Man muss sich heute lediglich einen
vierfach schnelleren Rechner kaufen, um doppelte Geschwindigkeit zu
erleben. Ich gratuliere Microsoft - ihr habt es geschafft!
Wir wissen, was Sie gerade hören
Natürlich gibt es kein Windows ohne lebenswichtige Neuerungen. Eine
verbesserte Suchfunktion soll senilen Menschen helfen, ihre verlegten
Dokumente zu finden. Der Service geht sogar so weit, dass der Benutzer
jede Minute daran erinnert wird, dass der Rechner durch das Internet
gefährdet ist. Leider wird die Ursache der Gefährdung, der
Internet-Explorer, nicht genannt. Das wird aber in der nächsten Version
behoben, ganz bestimmt.
Microsoft hat es geschafft digitale Notizzettel auf den Desktop zu
zaubern. Das war auch der Grund, warum die Entwicklung sechs Jahre
gedauert hat. Das Design-Team konnte sich einfach nicht auf die Farbe
der Zettel einigen. Jedenfalls sind diese kleinen, geklauten Programme
wichtige Helfer im Alltag. Sie hören auf den Namen Widgets - Verzeihung
Gadgets. Sie sagen einem, ob draußen die Sonne scheint oder ob es
regnet. Eine perfekte Erfindung für paranoide Amerikaner, die sich in
ihrem Atombunker vor Ali Baba und den 19 Räubern verstecken. Temperatur,
Kalender, Aktien, Notizen - Wahnsinn! Wahrscheinlich ist dies das Ende
der Klebezettel-Industrie. Hurra Microsoft ihr habt sie geschafft!
DirectX 10 - ein Geniestreich
Microsoft hat es geschafft unsere Spielerherzen zu erpressen. Käufer des
PC-Spiels Crysis sind verpflichtet, sich Windows Vista zu kaufen, wenn
sie es in voller Pracht erleben wollen. Da aber kein EAX unterstützt
wird, kann man seine 300-Euro-Soundkarte in den Müll werfen. Doch ohne
Ton ist Crysis langweilig und so kauft sich der gewiefte Zocker eine
DirectX-10-Grafikkarte für 600 Euro. Leider hat Vista sich als
Spieleplattform durch fehlende OpenGL-Unterstützung selbst
disqualifiziert. Und so verscherbelt man den Krempel bei eBay -
Startpreis 1 Euro. Genial! Microsoft hat es geschafft!
550 Euro? Ein Schnäppchen
Windows Vista kostet in Deutschland 550 Euro. Das sind satte 250 Euro
mehr als in den vereinigten Staaten. Ein stolzer Preis, möchte man
meinen. Bedenkt man aber, wie viel Spannung, Spaß und Überraschung in
Windows Vista steckt, ist der Preis vollkommen gerechtfertigt. Der
Nervenkitzel, wenn man feststellt, dass der normalen SB-Version keine
64-Bit-DVD beiliegt, und man noch einmal 190 Euro bezahlen muss. Jeder
Linuxbesitzer würde jetzt vor Lachen vom Stuhl fallen. Aber die Jungs
aus Redmond haben eben einen sehr eigentümlichen Humor.
Die ganze Softwareindustrie lacht sich schlapp, während Microsoft
versucht sich das Rad patentieren zu lassen, um es als Feature im
nächsten Windows einzubauen. Dafür, und für die Tatsache, dass ihr immer
wisst, was ich gerade mache, möchte ich euch danken - ihr habt es mal
wieder geschafft!
Windows Vista - Ich liebe es!
So ist es weiterhin nicht möglich, Dolby Digital- und DTS-Signale über
die Soundkarte wiederzugeben. [&] DVD-Audio werden wir unter Vista nicht
länger unterstützen können.
(Creative zum Thema DTS/Dolby)
Selbst der finale Vista-Treiber wird nicht alle X-Fi-Funktionen von
Windows XP unterstützen.
(Creative zum Thema EAX)
Microsoft behält sich vielmehr vor, das Betriebssystem bis hin zu
Unbenutzbarkeit zu deaktivieren, wenn der Prozess [der Validierung]
scheitert.
(EULA*, Punkt 5)
Daneben soll sich Vista generell regelmäßig mit Microsoft verbinden,
ohne im Einzelfall den Benutzer auch nur davon zu unterrichten, und
Informationen über den PC und die installierte Software übermitteln.
(EULA*, Punkt 7)
Mit der Benutzung von Windows Vista stimmt man zu, dass Microsoft via
Windows Defender ohne jede Nachfrage potenziell unerwünschte Software
vom Rechner entfernt, auch wenn dadurch andere Software auf dem Computer
nicht mehr funktioniert […] Das kann durchaus auch Software betreffen,
die vom Benutzer gar nicht unerwünscht ist.
(EULA*, Punkt 6)
*Microsofts Endbenutzer-Lizenzvertrag
Geschrieben von: Num3ric_Data
> Windows VISTA <